Kennen Sie den richtigen Marktplatz für Ihre Produkte und Leistungen

Der richtige Vertriebskanal - Online-Marktplatz oder doch ein eigener Onlineshop? Der richtige Vertriebskanal - Online-Marktplatz oder doch ein eigener Onlineshop? HutchRock @pixabay.com

E-Commerce, Onlinehandel und Distanzhandel erleben einen wahren Boom, wie bereits im Beitrag zur E-Commerce Studie Österreich 2017 aufgezeigt wurde. Doch welcher Onlinemarktplatz ist für Sie, Ihre Produkte und Dienstleistungen am besten geeignet? Ein eigener Onlineshop oder doch ein Online-Marktplatz?

Worin begründet sich der Aufschwung bei Online-Marktplätzen wie eBay (), Amazon () oder dem in Österreich bekannten Portal willhaben? Kunden, die Waren und Güter käuflich erwerben möchten oder sich einfach nur inspirieren lassen wollen, nutzen oft die großen Online-Marktplätze, da diese eine breite und tiefe Auswahl an Produkten bieten (Beispiel: Herbst-Trends - Die aktuellen Bestseller). Seit einiger Zeit lässt sich auch ein Anstieg inpunkto Produktsuche über Suchmaschinen verzeichnen. So nimmt seit der Ausweitung von u.a. Google Shopping die Bedeutung von Produktplatzierungen in Suchmaschinen-Marktplätzen zu.

Viele Nutzer haben über die vergangenen Jahre ihr Online-Kaufverhalten soweit geändert, dass Produkte primär auf der Lieblingsplattform gesucht werden, bevor Suchmaschinen zur Produktfindung zu Rate gezogen werden. Da dieser Trend über - aus technologischer Sicht - lange Zeit gewachsen ist, wird sich hier voraussichtlich in naher Zukunft keine enorme Verlagerung, weg von Online-Marktplätzen hin zu Suchmaschinen, ergeben. Wenn dem so ist, wären Amazon, eBay, Alibaba, Rakuten, willhaben und Co. denn dann nicht ohnehin der perfekte Ort, um Ihre Produkte zu vertreiben? Was, wenn Sie sich aber die laufenden Gebühren sparen, einen treuen Kundenstamm aufbauen oder Ihre Produkte und Dienstleistungen genau zu Ihrem Image passend präsentieren möchten? Würden Sie dann nicht eher zu einem eigenen Onlineshop tendieren?

Conclusio - Online-Marktplatz vs. eigener Onlineshop

Damit Sie gleich wissen, was Sie am Ende der folgenden Absätze als Ergebnis erwarten können: Beide Marktplätze bzw. Vertriebskanäle haben Ihre Vorteile und Nachteile. An dieser Stelle zu sagen, welche Option, Online-Markplatz oder ein eigener Onlineshop, für Sie besser geeignet ist, würde von Inkompetenz zeugen. Online-Marktplätze geben Ihnen die Möglichkeit, auf eine recht einfache und kostentechnisch überschaubare Art und Weise, Ihre Produkte am Onlinemarkt anzutesten bzw. je nach Ausrichtung, Ihre Angebote konstant über diverse Plattformen zu vertreiben.

Mit einem eigenen Onlineshop sind Sie flexibel, können Ihre Produkte und Dienstleistungen nach Ihren Wünschen, Vorstellungen und Vorgaben präsentieren und ggf. nachhaltiger einen treuen Kundenstamm aufbauen. Dies ist jedoch mit größeren zeitlichen und finanziellen Ressourcen verbunden, als das Anlegen eines Händlerkontos bei einem Online-Marktplatz. Die Gewinnmargen sind, bei einem eigenen Onlineshop, allerdings merklich höher und der einzige, direkte Konkurrenzkampf, den Sie in Ihrem Onlineshop auszufechten haben, ist mit Ihnen selbst.

Nehmen Sie sich eine Stunde Zeit und nützen Sie das kostenlose Erstgespräch mit unserem Experten für erfolgreichen Onlinehandel. Je nach Ausgangssituation und Ihren Anforderungen erhalten Sie von uns eine Road-Map für Ihre nächsten Schritte.

Der Online-Marktplatz

Die großen Online-Marktplätze sind im heutigen Onlineshopping nicht mehr wegzudenken und somit nahezu unverzichtbar für Händler und Verkäufer. Bei den bestehenden Verkaufsplattformen (Amazon, eBay, willhaben, etc.) profitieren Sie in erster Linie davon, dass Sie quasi noch heute mit dem Verkauf Ihrer Produkte online beginnen können - ohne technisches Fachwissen, Verträgen mit Online-Zahlungsabwicklern, einer auf E-Commerce spezialisierten Webagentur oder einem erfahrenen, kompetenten Programmierer und vielen weiteren Punkten. Das Anlegen Ihrer Produkte ist rasch erledigt, vordefinierte Kategorien ermöglichen Ihnen eine einfache Zuteilung Ihrer Angebote und die ersten Hürden sind rasch überwunden. So bleibt Ihnen genug Zeit, sich mit den Geschäftsbedingungen der Plattform, den Gebühren und den Anforderungen des jeweiligen Online-Marktplatzes an Sie zu beschäftigen.

Die im vorangegangenen Absatz beschriebene Abfolge ist leider die Verbreitetste: Händler-Account anlegen, Produkte einstellen und dann erst die AGB lesen. Befassen Sie sich bitte immer zuerst mit den Geschäftsbedingungen, Gebühre und Anforderungen der Online-Marktplätze, um Überraschungen bestmölgich vorzubeugen.

Ein weiterer Vorteil von Online-Marktplätzen ist das geringe Initialbudget, um Ihre Produkte im Internet zu verkaufen. Bei den meisten Anbietern können Sie zwischen verschiedenen Händler-Varianten wählen - ob Sie nun eine monatliche Fix-Gebühr oder eine variable Gebühr pro Verkauf bezahlen möchten, bleibt Ihnen überlassen. Dienstleistungen der Plattform wie bspw. Zahlungsabwicklung, Versand und Logistik, RMA-Abwicklung (Retouren) werden jeweils gegen kleinere oder größere Gebühren angeboten und stellen so recht überschaubare, laufende Ausgaben und Kosten dar.

Sind die Produkte nun eingestellt, sämtliche Kosten berechnet und Gebühren berücksichtigt, müssen Sie sich nicht mehr großartig auf die Jagd nach potentiellen Käufern machen, denn diese sind auf den Online-Marktplätzen bereits fleißig am Einkaufen. Jetzt heißt es nur noch, Ihr Produkt in der jeweiligen Kategorie bestmöglich zu platzieren. Doch wie kann das bewerkstelligt werden, wenn Ihr Produkt nicht exklusiv ist und auch von anderen Händlern angeboten wird? Jetzt heißt es zurück zu den AGB und die Möglichkeiten finden, die es Ihnen erlauben, etwas mehr Präsenz als die anderen Verkäufer zu erlangen. Beschäftigen Sie sich nicht all zu lange mit der Suche - sollte es maßgebliche Lücken oder Optionen zur besseren Platzierung auf z.B. Amazon geben, können Sie davon ausgehen, dass Ihre Mitbewerber diese auch bereits für sich nutzen oder nutzen würden. Geheime Tricks und exklusive Tipps, wie sie auf unterschiedlichsten Webseiten gegen einen kleinen Einwurf klingender Münzen angepriesen werden, existieren so gut wie nicht. Das Unangenehmste, was Sie sich durch diese Tipps und Tricks einhandeln können, sind Verwarnungen der jeweligen Online-Marktplätze und Sperrungen Ihres Benutzer- bzw. Händlerkontos.

Haben Sie bereits einmal auf Amazon eingekauft? Können Sie sich noch an das Produkt erinnern, das Sie bestellt haben? Ja? Großartig! - Wie hieß nachmals schnell der Händler oder Verkäufer, bei dem Sie das Produkt bestellt haben? - Wenn Ihnen der Name des Anbieters bzw. Verkäufers und die Domain seiner eigentlichen Webseite nicht gleich einfallen, machen Sie sich keinen Kopf. Fast allen Käufern ergeht es so. Einige Anbieternamen bleiben im Gedächtnis, die anderen verschwinden auf mysteriöse Art und Weise bereits wieder beim Klick auf den Bestellen-Button. Tatsächlich über den Verkauf auf einem Online-Marktplatz zu treuen Stammkunden zu kommen, ist - so schade dies auch ist - eine eher unwirtschaftliche Herangehensweise. Viel wichtiger ist hier die sog. After-Sales-Betreuung Ihrer Kunden, denn über diese haben Sie die Möglichkeit Ihre Kunden aktiv von Ihrem tollen Service und Ihren weiteren Angeboten zu überzeugen.

Gehen wir davon aus, dass Sie sich - ehrlich, fair und transparent - nach den Bedingungen des jeweiligen Online-Marktplatzes einen einen Hänlder-Account angelegt und Ihre Produkte eingestellt haben - wie sollte es auch anders sein. Ihre Produkte sind gut und gefragt, der Verkaufspreis für den Endkunden stimmt demnach und Sie freuen sich über die steigenden Verkaufszahlen. Was aber, wenn Sie bei der Monatsabrechnung sehen, dass Ihre Produkte mit 18% Gebühren pro Verkauf berechnet und dann noch die Versandkosten abgezogen werden. Bei einem kalkulierten Deckungsbeitrag von 21% wird das eher zu einem Null-Summen- oder Minus-Spiel für Sie. Setzen Sie den Verkaufspreis aber so an, dass es für Sie Sinn macht, das Produkt tatsächlich zu verkaufen, d.h. Sie erhöhen den Verkaufspreis auf einen realistischen Wert, fallen Ihre Verkaufszahlen aber zurück auf Null. Jetzt heißt es, mit der Preispolitik zu spielen, bis ein akzeptabler Wert erreicht wird, das Produkt auszutauschen oder die Verkäufe mit geringer oder sogar negativer Gewinnmarge als Werbeausgaben zu verbuchen.

Wir haben es geschafft! Ihr Produkt verkauft sich und das sogar so, dass es für Sie wirtschaftlich rentabel ist - welche Aufwände Sie dafür mit Ihren Zulieferern und Großhändlern hatten, lassen wir hier beiseite. Sie haben den direkten Konkurrenzkampf mit Ihren Mitbewunderern perfekt gemeistert. Aufgrund Ihrer Absatzzahlen scheint Ihr Produkt am Markt sehr gut anzukommen. Sogar so gut, dass die Handelsplattform selbst sich dafür interessiert. Da es sich hier um keine Eigenmarke handelt und Sie auch nicht das alleinige Recht auf den Verkauf des Produktes haben, treten Sie nun in direkte Konkurrenz mit dem Online-Marktplatz selbst, über den Sie eigentlich Ihr Produkt vertreiben möchten. Dies ist natürlich nicht die Regel. Es soll Ihnen hier nur aufzeigen, in welche Richtung sich Ihre Aktivitäten auf Online-Marktplätzen bewegen können.

Nutzen Sie die Vorteile von Online-Marktplätzen für sich. Profitieren Sie von den geringen Initialkosten, den bereits vorhandenen, potentiellen Käufern und der Möglichkeit, unterschiedlichste Produkte einfach und ohne technischen Aufwand am Markt zu platzieren. Nützen Sie all Ihre Möglichkeiten im Bereich After-Sales-Betreuung (Hinweis: lesen Sie hierzu meinen Beitrag zum Thema Customer Relationship Management).

Der eigene Onlineshop

Präsentieren und verkaufen Sie Ihre Produkte genau so, wie Sie es sich vorgestellt haben. Vermitteln Sie Ihr Image, Ihre Leidenschaft und die Qualität Ihrer Produkte direkt an Ihre Kunden und bezahlen Sie nicht zusätzliche Gebühren für jede Kleinigkeit! So oder so ähnlich könnte ein guter Marketingtext für die Realisierung und den Aufbau eines eigenen Onlineshops lauten. Nicht falsch, aber auch nicht in allen Punkten ganz transparent. Die Initialkosten hierfür - sowohl zeitlich, technisch und auch finanziell - sind nicht zu verachten. Oft hört man Aussagen wie: "Leisten Sie sich eine große, renommierte Werbeagentur mit dem Fokus auf E-Commerce und Onlinehandel, dann planen Sie für die Konezption, Erstellung, Produktbildanpassungen, Texte und weitere technische Finessen einen mittleren, fünfstelligen Betrag in Ihrem Budget ein. Und dann noch etwas Marketing-Budget." Diese Aussage ist teilweise richtig. Es kommt aber auf Sie, Ihr Unternehmen, Ihre Produkte und Ihr Zielpublikum an. Erfolgreiche Onlineshops können auch bereits mit einem Budget ab etwa € 2.500,00 konzipiert und grundlegend aufgebaut werden.

Natürlich kommt im Allgemeinen auf Punkte wie Ihr Unternehmen an sich, die Anzahl Ihrer Produkte und Dienstleistungen, den Markt und die allgemeine Konkurrenzsituation an, was ein Angebot für Konzeption und Realisierung Ihres eigenen Onlineshops betrifft. Sehen Sie den Onlinevertrieb als eine Art Zusatzgeschäft und lassen Sie sich Ihren Onlineshop in Phasen planen und realisieren. So haben Sie die Möglichkeit, Ihr Budget nicht unnötig zu strapazieren und können Ihren Onlineshop in Ihrem Tempo wachsen lassen. Oft ist es aber tatsächlich so, dass Sie Ihre Produkte nicht wirtschaftlich auf Online-Marktplätzen unterbringen bzw. platzieren können - weil die Konkurrenz zu groß ist, sich der entscheidende USP (Unique Selling Point, zu Deutsch: Alleinstellungsmerkmal) nicht dementsprechend herausstreichen lässt oder Ihre Kunden schlicht weg nicht auf Online-Handelsportalen unterwegs sind.

Seien Sie individuell und reagieren Sie direkt auf Anfragen Ihrer Kunden. Realisieren Sie kleinere Vorschläge Ihrer Kunden innerhalb Ihres Onlineshops und steigern Sie so das Verbundenheitsgefühl Ihrer Kunden zu Ihrem Unternehmen. Egal was Sie in und auf Ihrer eigenen Webpräsenz und Ihrem Onlineshop machen, es bleibt - solange Sie sich an die gesetzlichen Regelungen und Vorgaben halten - Ihnen frei überlassen. Machen Sie A/B-Tests für Ihre Produkte, bitten Sie Kunden um Feedback, geben Sie Ihren Nutzern das Gefühl ernstgenommen zu werden und tun Sie dies bitte auch. So haben Sie die Möglichkeit, dass Ihre Stammkunden auch das eine oder andere Zusatzprodukt online nachbestellen und Ihren Onlineshop Bekannten, Verwandten und Freunden empfehlen.

Ihr eigener Onlineshop braucht sowohl Pflege als auch Werbung, um Kunden auf Ihren neuen Onlinevertriebskanal aufmerksam zu machen. Wie viel Werbe- und Marketingbudget und welche Art des Marketings für Sie am effizientesten und lukrativsten ist, kann nicht pauschal gesagt werden. Einen ersten Überblick können Sie sich jederzeit z.B. bei einem meiner Vorträge zum Thema Erfolgreiches Digital Marketing verschaffen und so mit mehr Wissen und Know-How ins Rennen gehen. Im Gegensatz zu Online-Marktplätzen kennen die Kunden, die über Ihren Onlineshop einkaufen, Ihren Namen und Ihr Unternehmen. Viele Dinge und Tweaks (kleine Verbesserungen) an Ihrem Onlineshop können Sie ohne großen Aufwand und mit geringem, technischen Wissen selbst durchführen. Sie brauchen nicht für jeden Handgriff in Ihrem Onlineshop einer Agentur ein Honorar anzuweisen. Das geht tatsächlich! Vertrauen Sie uns.

Bleiben wir bei Kosteneffizienz und Gewinnmargen. In Ihrem eigenen Onlineshop bestimmen Sie selbst über die Margen und können, jenachdem wie Sie Ihre Produkte Online präsentieren, auch einen fairen, wirtschafltich sinnvollen Verkaufspreis erzielen. Sie können auch selbst bestimmen, welche Zahlungsmethoden Sie anbieten möchten und müssen sich nicht vorgegebenen Mindestlagerstandsvorgaben unterwerfen. Zudem ersparen Sie sich laufend die zusätzlichen Gebühren pro verkauftem Produkt und andere ggf. auftretende Gebühren. Um die Abgaben für Online-Zahlungsdienstleister und Versandkosten werden Sie nicht oder nur schwer herumkommen. Kurz gesagt: Sie entscheiden selbst über die Höhe der Kosten für Versand, Zahlungsmethoden und zusätzliche Serviceleistungen. Einen kleinen Auszug, welche Zahlungsmethoden, -arten und -anbieter verfügbar sind, habe ich Ihnen im Beitrag Zahlungsmethoden im Onlinehandel zur Verfügung gestellt. Durch die Flexibilität, die Ihnen Ihr eigener Onlineshop bietet, können Sie recht schnell neue Funktionen implementieren und diese testen.

Grundlegend ist zu sagen, dass Sie keine Scheu vor Ihrem eigenen Onlineshop haben müssen. Sofern Sie Ihr Geschäftsmodell nicht ausschließlich auf den Onlineverkauf ausrichten, können Sie bereits mit einem sehr überschauberen Budget beginnen Ihren eigenen Onlineshop an den Start zu bringen.

Möchten Sie wissen was für Sie Online möglich wäre oder ganz einfach Ihr Online-Business optimieren?

Dann warten Sie nicht länger und rufen Sie jetzt an. Ich freue mich auf unser erstes, kostenloses Beratungsgespräch.

Letzte Änderung am Freitag, 11 Januar 2019 03:55
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